Mathe und Deutsch standen heute nicht auf dem Stundenplan, sondern die Suche nach vermissten Personen für die Teams der Rettungshundestaffel Ruhrgebiet.

Das Training fand in den weitläufigen Gebäuden des Marie-Curie-Gymnasiums in Recklinghausen statt, was den Teams ein anspruchsvolles Einsatzszenario bot. Die Herausforderungen für die Vierbeiner begannen bereits bei den ständig wechselnden Untergründen, die von verschiedenen Fliesenarten über Holzböden bis hin zum besonders rutschigen Bodenbelag in der Turnhalle reichten. Zudem verlangte die komplexe Architektur des Gebäudes den Suchteams höchste Konzentration ab.

Unzählige Klassenzimmer, verschlungene Flure und die vielen Verwinkelungen machten es den Hunden schwer, die Witterung präzise zu verfolgen, da sich Luftströmungen in solchen verschachtelten Innenräumen völlig anders verhalten als im freien Gelände.Eine zusätzliche Trainingskomponente bestand darin, dass am Vortag noch regulärer Unterricht stattgefunden hatte. Die Gebäude waren somit noch erfüllt von den vielfältigen Gerüchen zahlreicher Kinder, und auch die typischen Unterrichtsmaterialien und Alltagsgegenstände wie Jacken, Taschen oder Bücher verströmten in ihrer gewohnten Umgebung ganz natürliche Geruchsspuren. Diese normalen menschlichen Einflüsse im belebten Schulgebäude boten eine hervorragende Ablenkung, die von den Hunden im Sucheinsatz ganz bewusst ausgeblendet werden musste.
Natürlich bot auch die Außenanlage tolle Möglichkeiten zu trainieren. Die Feuertreppe hat hier direkt gezeigt, wer schwindelfrei ist und wer sich überwinden kann.

Ein Wiedersehen gibt es übrigens schon im Sommer, denn am 3. Juli 2026 sind wir auf dem Schulfest zum 110. Geburtstag des Gymnasiums mit dabei und werden dort das Können unserer Hunde in einer Vorführung präsentieren. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Schulleitung des Marie-Curie-Gymnasiums in Recklinghausen für die Möglichkeit, die Räumlichkeiten für unsere Ausbildung nutzen zu dürfen, und für die großartige Unterstützung unserer ehrenamtlichen Arbeit.
