Aktuelles
Zwischen alter Industriearchitektur und den weitläufigen Anlagen fanden unsere Zwei- und Vierbeiner am vergangenen Wochenende optimale und vor allem realistische Bedingungen für die Sucharbeit vor. Ein solches Training vor dieser absolut beeindruckenden Kulisse ist für uns ein echtes Highlight.
Ein großes Dankeschön an den Blumenthal 7 e.V.
Ein Training unter diesen realitätsnahen Bedingungen ist für uns von unschätzbarem Wert. Industriebrachen bieten mit ihren unterschiedlichen Untergründen, den versteckten Winkeln und den riesigen Hallen perfekte Herausforderungen für unsere Hunde, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.

Dass wir dieses rund 24.000 Quadratmeter große Areal nutzen durften, verdanken wir dem herausragenden Engagement des Blumenthal 7 e.V. Der 2016 gegründete Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Zeche General Blumenthal als Denkmal zu bewahren. Das ist etwas ganz Besonderes, denn es handelt sich hierbei um die einzige noch komplett erhaltene Zechenanlage in Recklinghausen. Wo über 110 Jahre lang die Bergbaugeschichte der Stadt geprägt wurde, erschaffen die Vereinsmitglieder heute mit beeindruckendem Einsatz und im echten Do-it-yourself-Geist neue Räume. Ihre Vision: Das Gelände zukunftsorientiert nutzen und Platz für Kunst, Kultur, eine offene Bürgerwerkstatt und eben auch für andere Vereine schaffen.
Es ist großartig zu sehen, mit wie viel Herzblut die Ehrenamtlichen vor Ort dieses wichtige Stück Ruhrgebietsgeschichte erhalten und gleichzeitig einer so sinnvollen Nutzung wie unserem Rettungshundetraining zugänglich machen. Vielen Dank an den Blumenthal 7 e.V. für die Gastfreundschaft und die großartige Unterstützung!
Hoher Besuch aus unserer Heimatstadt Gelsenkirchen
Besonders gefreut haben wir uns an diesem Tag auch über politischen Besuch. Die beiden Landtagsabgeordneten Christin Siebel und Sebastian Watermeier (SPD) ließen es sich nicht nehmen, bei unserem Training vorbeizuschauen.

Da unser eigener Vereinssitz in Gelsenkirchen liegt, war es für uns eine besondere Ehre, die Abgeordneten aus unserer Heimatstadt hier im benachbarten Recklinghausen zu begrüßen. Sie nutzten die Gelegenheit, um:
- Eindrücke zu sammeln: Sich ein direktes Bild von der anspruchsvollen, ehrenamtlichen Arbeit unserer Rettungshundeteams zu machen.
- Ins Gespräch zu kommen: Mit unseren Ausbildern und Hundeführern über die Herausforderungen der Vereinsarbeit und der Einsätze zu sprechen.
- Geschichte zu erleben: Die geschichtsträchtige Location der Zeche Blumenthal bei laufendem Trainingsbetrieb auf sich wirken zu lassen.
Es ist immer wieder ein tolles Signal der Wertschätzung, wenn Vertreter aus der Politik echtes Interesse an unserem Ehrenamt zeigen und die Zeit finden, uns bei der Arbeit mit den Hunden über die Schulter zu schauen.
Die Kombination aus den idealen, anspruchsvollen Bedingungen auf dem Zechengelände, der tollen Unterstützung durch den Blumenthal 7 e.V. und dem wertschätzenden Besuch aus der Landespolitik machte diesen Tag für unsere Staffel zu einem vollen Erfolg. Unsere Hunde haben viel gelernt – und wir Menschen gehen mit einem großen Gefühl der Dankbarkeit für die tolle Zusammenarbeit im Revier nach Hause.

Auch dieses Jahr packten wir wieder Mensch und Hund ein und machten uns auf den Weg in den hohen Norden, in die Nähe von Bremerhaven. Ziel war das diesjährige Bundestreffen des Bundesverbands zertifizierter Rettungshundestaffeln (BZRH), eine Veranstaltung, auf die wir uns jedes Jahr aufs Neue freuen. Es ist die ideale Gelegenheit, über den eigenen Tellerrand zu blicken, alte Freundschaften zu pflegen und neue zu schmieden.
Schon bei unserer Ankunft herrschte eine Atmosphäre der Kameradschaft und des Wiedersehens. Staffeln aus dem gesamten Bundesgebiet waren angereist, und die Freude, bekannte Gesichter wiederzusehen und neue kennenzulernen, war riesig. Genau dieser Austausch ist es, der den BZRH ausmacht: ein starkes Netzwerk von Gleichgesinnten, die alle dasselbe Ziel verfolgen – Menschen in Not zu helfen.
Im Mittelpunkt des Treffens stand natürlich die gemeinsame Arbeit mit unseren vierbeinigen Partnern. In gemischten Teams trainierten wir in den unterschiedlichsten Szenarien. Diese staffelübergreifenden Übungen sind von unschätzbarem Wert. Man lernt neue Herangehensweisen, profitiert von den Erfahrungen anderer Hundeführer und bekommt wertvolles Feedback zur eigenen Arbeit. Ob in der Flächensuche oder beim Mantrailing, die Vielfalt der Trainingsgebiete forderte unsere Teams und bot optimale Lernbedingungen. Zu sehen, mit wie viel Engagement und Professionalität die anderen Staffeln arbeiten, ist immer wieder eine große Motivation.

Neben dem praktischen Training kam auch die Theorie nicht zu kurz. In verschiedenen Workshops und Vorträgen konnten wir unser Wissen in einsatzrelevanten Bereichen vertiefen. Von der Physiotherapie am Hund über die neusten Erkenntnisse in der Einsatztaktik bis hin zur Orientierung im Gelände – die Themen waren vielfältig und wurden von erfahrenen Ausbildern praxisnah vermittelt.

Ein besonderes Highlight war der Orientierungsmarsch, der uns allen nicht nur einiges an Karten- und GPS-Arbeit abverlangte, sondern auch den Teamgeist stärkte. Gemeinsam die richtige Route zu finden und die gestellten Aufgaben zu lösen, schweißte uns als Gruppe noch enger zusammen.


Bei aller Konzentration und Lernbereitschaft kam der Spaßfaktor definitiv nicht zu kurz. Die gemeinsamen Abende waren gefüllt mit Lachen, Fachsimpeleien und dem Knüpfen neuer Kontakte. Es sind diese Momente des Miteinanders, die ein solches Treffen unvergesslich machen und die uns als große Gemeinschaft im BZRH bestärken.
Wir kehren mit einem Koffer voller neuer Eindrücke, wertvollem Wissen und gefestigten Freundschaften zurück ins Ruhrgebiet. Ein riesiges Dankeschön an den Bundesverband zertifizierter Rettungshundestaffeln für die hervorragende Organisation und an alle teilnehmenden Staffeln für das großartige Miteinander. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal!

Im Training sind wir stets auf der Suche nach freiwilligen Personen, die sich an den verschiedensten Orten für unsere Hunde verstecken. Diese Übungen sind essenziell, damit unsere Hunde immer wieder etwas Neues lernen und optimal auf den Ernstfall vorbereitet werden. Dabei setzen wir auf neue und ungewöhnliche Kulissen, die unsere Hunde herausfordern und ihnen wertvolle Erfahrungen ermöglichen.
Ob in verlassenen Gebäuden, tief im Wald, auf Dachböden oder in Kellern, als Versteckperson erlebt man hautnah, wie vielfältig und spannend das Training sein kann. Unsere kreativen Ausbilder denken sich immer neue, raffinierte Verstecke aus, um die Spürnasen unserer Hunde auf Trab zu halten. Dabei geht es nicht nur darum, sich zu verstecken, sondern auch darum, die Hunde durch unterschiedliche Szenarien zu fordern.

Eine Versteckperson zu sein, erfordert manchmal auch eine Portion Mut. Ob im Dunkeln, in der Höhe oder an engen Orten – jedes Versteck birgt seine eigenen Herausforderungen. Die meisten unserer Hunde sind sogenannte Verbeller. Das bedeutet, dass sie die Versteckperson durch Bellen anzeigen und so lange bellen, bis der Hundeführer oder die Hundeführerin den Fund erreicht. Als Versteckperson kann das je nach Hund auch ziemlich respekteinflößend sein. Doch genau diese Vielfalt macht das Training so effektiv und spannend. Es ist beeindruckend zu sehen, mit welcher Ausdauer und Entschlossenheit unsere Hunde jede Aufgabe meistern.
Wenn man den Hund nach erfolgreicher Anzeige mit bestätigen kann und in die freudigen Augen schaut merkt man als Versteckperson aber sehr schnell, was für liebe Seelen unsere kleinen Retter sind.

Ein herzliches Dankeschön an all die mutigen Freiwilligen, die sich für unsere Trainings verstecken. Ohne euch wäre es nicht möglich, unsere Hunde so realitätsnah zu schulen und sie auf ihre wichtigen Einsätze vorzubereiten. Euer Einsatz und euer Mut sind unverzichtbar für unsere Arbeit und tragen maßgeblich dazu bei, dass wir im Ernstfall Leben retten können.
Möchten auch Sie einmal in die Rolle einer Versteckperson schlüpfen und unsere Rettungshunde bei ihrem Training unterstützen? Dann melden Sie sich bei uns! Wir freuen uns über jede helfende Hand und garantieren Ihnen ein spannendes und unvergessliches Erlebnis.
Die Dunkelheit mag für viele beängstigend sein, aber nicht für uns und unsere vierbeinigen Helden! Unsere Rettungshunde müssen sich in jeder Umgebung sicher fühlen, sei es Tag oder Nacht. Daher legen wir besonders großen Wert darauf, dass sie sich auch im Dunkeln orientieren können.

Unsere Hunde sind echte Nasenkünstler, aber wenn es um nächtliche Einsätze geht, müssen alle Sinne mithelfen – besonders, um Hindernisse und Gefahren zu erkennen. Und genau deshalb tragen unsere Fellfreunde bei Dunkelheit ein ganz besonderes Accessoire: ein Licht an der Kenndecke.
In dieser speziellen Trainingseinheit lernen unsere Hunde, sich nicht nur auf ihre Nase zu verlassen, sondern auch auf ihre Augen. Hindernisse in der Dunkelheit können sehr gefährlich werden, wenn sie nicht wahrgenommen werden. Durch das Licht an der Kenndecke werden nicht nur die Hunde, sondern auch ihre Umgebung erleuchtet – eine win-win Situation!
Aber nicht nur unsere Vierbeiner müssen im Dunkeln sehen können. Unsere Hundeführer und Suchtrupphelfer sind genauso wichtig! Taschenlampen und Stirnlampen sind dabei unverzichtbare Begleiter. Doch wir gehen noch einen Schritt weiter: Neben der technischen Ausstattung ist auch die Schulung der Orientierung ein wesentlicher Bestandteil unseres Trainings.

Im Dunkelheitstraining üben wir nicht nur das Auffinden von Personen, sondern auch die sichere Navigation durch unwegsames Gelände. Unsere Teams werden geschult, Hindernisse zu erkennen und zu umgehen, selbst wenn die Sicht begrenzt ist. So gewährleisten wir nicht nur die Sicherheit der Rettungshunde, sondern auch die unserer engagierten Hundeführer und Suchtrupphelfer.
Die Nacht ist für uns kein Hindernis, sondern eine Herausforderung, die wir mit Licht, Orientierung und Teamarbeit meistern. Durch die Verbindung von Nasenarbeit, visueller Wahrnehmung und geschulter Orientierung schaffen es unsere Rettungsteams, auch nachts bei Einsätzen zu glänzen.

Wenn tonnenschwere Betondecken jeden Lichtstrahl ersticken und selbst Einsatzkräfte stoppen müssen, beginnt die Stunde unserer Rettungshunde: Drei intensive Tage lang trainierte die Rettungshundestaffel Ruhrgebiet auf einem weitläufigen Trümmergelände Extremsituationen, die Mensch und Tier an ihre Grenzen führten.

Die Realität eines Trümmereinsatzes verzeiht keine Nachlässigkeit. Wo nach einer Katastrophe Wände zusammenbrechen, Schächte bersten und massive Bauteile instabil verkeilt liegen bleiben, verändert sich die Welt grundlegend. Drei Tage lang stellten sich unsere Teams einer Kulisse aus tonnenschweren Quadern, engen Rohrsystemen und unberechenbaren Trümmerfeldern. Zwischen metertiefen Abbrüchen und steilen Schutthalden zählte keine Hektik, sondern absolute Präzision. Jeder Pfotentritt auf bröckelndem Ziegelbruch musste sitzen, jeder Sprung austariert sein, denn im Ernstfall kann jeder unbedachte Schritt die Trümmerstruktur gefährden.


Besonders die Arbeit in den finsteren Hohlräumen verlangte den Vierbeinern enormen Mut und unerschütterliches Nervenkostüm ab. Wenn sich die Hunde flach auf den Bauch legten, um unter zentimeterdicken Platten in stockdunkle Kriechgänge vorzudringen, trennte sie oft nur eine Handbreit Beton von der Außenwelt. Ohne Sicht, geleitet von nichts als einem feinen Partikelstrom menschlicher Witterung, kämpften sie sich Schritt für Schritt nach vorn. Nicht minder tückisch waren die Verstecke in senkrechten Betonschächten oder auf exponierten Containerkanten: Windwirbel und thermische Luftströme trugen den Geruch in die Irre, forderten Geduld und ein messerscharfes Eingrenzen, bis die rettende Nase die exakte Quelle fand und das erlösende Signal ertönte.

Was diese drei Tage jedoch über die reine Technik hinaus prägte, war die beinahe lautlose Kommunikation zwischen Mensch und Hund. Wenn der Hundeführer nur noch die Silhouette seines vierbeinigen Partners auf einem Trümmergipfel gegen den Himmel sieht, wird das Heben einer Ohrenspitze, das Verharren im Wind oder ein winziger Richtungswechsel zur entscheidenden Botschaft. Sowohl für unsere erfahrenen Einsatzhunde als auch für den Nachwuchs, der hier über sich hinauswuchs, waren diese Tage ein immenser Schritt nach vorn. Mit staubigem Fell, müden Muskeln und einem tiefen, gegenseitigen Vertrauen kehrt die Staffel zurück ins Revier, bereit für den Moment, in dem aus Training bitterer Ernst wird.
Wir führten erneut ein sehr realitätsnahes Training durch, das die Einsatzbedingungen so genau wie möglich simulierte. Im Mittelpunkt standen neben den Suchfähigkeiten unserer Hunde auch der sorgfältige Umgang mit GPS-Technik, da diese für echte Rettungseinsätze von maßgeblicher Bedeutung ist.

In tatsächlichen Vermisstenfällen ist eine strukturierte, koordinierte Suche entscheidend. Deshalb wurden die Suchgebiete dieses Mal nicht genau von der Trainingsleitung erklärt und gezeigt, sondern die GPS-Koordinaten digital auf die Handgeräte der Teams übertragen. Dadurch war es notwendig, dass die Suchteams sich selbst orientierten, das Terrain strategisch sinnvoll aufteilten und darauf achteten, dass keine Bereiche ausgelassen wurden.

In dem Zusammenhang kommt den Suchtrupphelferinnen und Suchtrupphelfern eine besondere Bedeutung zu. Sie sorgen für die Navigation mit GPS, planen die Laufwege und halten über Funk permanenten Kontakt zur Einsatzleitung. Mit ihrer Hilfe können sich die Hundeführerinnen und Hundeführer ganz auf ihre Hunde konzentrieren, während die Suchtrupphelfer und Suchtrupphelferinnen dafür sorgen, dass die Teams effizient arbeiten und alle Bereiche einmalig durchsucht werden. Ihre Arbeit ist grundlegend für eine erfolgreiche Rettung.

Unsere Hunde trugen zusätzlich GPS-Halsbänder, die ihre Bewegungen in Echtzeit aufzeichneten. Dadurch wird es möglich, die durchsuchten Flächen genau zu erfassen und sicherzustellen, dass keine Lücken im Suchgebiet entstehen. Insbesondere in unübersichtlichem oder weitläufigem Gelände ist diese Methode ein essentielles Werkzeug, um effizient arbeiten und Zeitverlust vermeiden zu können. Denn im Ernstfall zählt jede Minute.
Die richtige Nutzung von GPS-Technik sorgt nicht nur für eine bessere Koordination der Suchteams, sondern ermöglicht auch eine lückenlose Dokumentation des Einsatzverlaufs. Besonders bei Nachteinsätzen oder schwierigen Witterungsbedingungen hilft es den Einsatzkräften, sich strukturiert im Gelände zu bewegen.
Das Training zeigte eindrucksvoll, wie wichtig das Zusammenspiel zwischen Mensch, Hund und Technik ist. Nur wenn alle Elemente perfekt harmonieren, kann eine Rettungssuche schnell und erfolgreich verlaufen. Als ehrenamtlicher Verein ist die Aufrechterhaltung von betriebsbereiten Handgeräten, Halsbändern, Trackern und digitaler Infrastruktur ein großer Kostenpunkt. Wenn ihr uns unterstützen wollt sind wir um jede Spende dankbar.
Kürzlich verwandelte sich ein weitläufiges Waldgebiet in Dortmund in ein realistisches Übungsgelände für die Rettungshundestaffel Ruhrgebiet e.V. und die Feuerwehr Dortmund. In enger Kooperation wurde ein anspruchsvolles Szenario entwickelt, das nicht nur die feinen Nasen der Rettungshunde, sondern auch die Bergungskompetenz der Feuerwehr forderte. Ziel war es, unter möglichst realitätsnahen Bedingungen den Ablauf eines Vermisstenfalls im unwegsamen Gelände zu trainieren und die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte zu stärken.

Zu Beginn der Übung fand eine strukturierte Einsatzbesprechung statt. Alle verfügbaren Informationen wurden zusammengetragen, die Ausgangslage analysiert und die Einsatzkräfte gezielt auf ihre Aufgaben vorbereitet. Im Anschluss begann die koordinierte Absuche eines etwa 250.000 m² großen Areals – mit zunächst unklarer Lage und unbekannter Anzahl vermisster Personen.
Die Suchteams arbeiteten dabei systematisch und mit Unterstützung moderner Technik: Die Hunde waren mit GPS-Halsbändern ausgestattet, während die Hundeführer:innen GPS-Handgeräte mitführten. Dies ermöglichte der Einsatzleitung, die Suchverläufe in Echtzeit zu überwachen, die Teams gezielt zu steuern und jederzeit auf neue Entwicklungen reagieren zu können.
Die Übungsannahme war die Suche nach sechs vermissten Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 Jahren, die nach einer Veranstaltung im unwegsamen Waldgebiet verschwunden waren. Die Besonderheit dieser Übung lag darin, dass die als vermisst geltenden Helfer so platziert wurden, dass eine anschließende Bergung durch die Feuerwehr zwingend notwendig war. Dies stellte sicher, dass die Zusammenarbeit und die Schnittstellen zwischen den Organisationen unter realistischen Bedingungen trainiert werden konnten.

Nach der Alarmierung machten sich die Einsatzkräfte der Rettungshundestaffel auf den Weg. Die Freiwillige Feuerwehr Dortmund Asseln war von Beginn an in die Übung eingebunden und stand bereit, um die “gefundenen” Jugendlichen aus ihren misslichen Lagen zu befreien. Zwei Abschnittsleiter, fünf Hundeführer mit ihren speziell ausgebildeten Rettungshunden und neun Helfer der Rettungshundestaffel Ruhrgebiet e.V. nahmen an der Übung teil.

Die Suchhunde bewiesen einmal mehr ihre herausragenden Fähigkeiten:
- Team Kumpel (Hundeführerin: Birgit Buhr) ortete eine Person auf einem Gebäude. Diese konnte wertvolle Hinweise auf die anderen Vermissten geben.
- Team Maya (Hundeführerin: Stefanie Wittek-Wunderlich) spürte eine Person auf einem Baum und eine weitere auf einem Gebäude einer nahegelegenen Anlage auf.
- Team Oona (Hundeführerin: Susanne Felsmann) fand eine Person, die in einer Bodenvertiefung festsaß.
- Team Karla (Hundeführerin: Lina Giemsa) entdeckte eine als bewusstlos gemeldete Person sowie eine weitere, die unter einem Baum eingeklemmt war.
Nach jeder erfolgreichen Ortung durch die Rettungshundeteams wurden die aufgefundenen Personen durch unsere Teams erstversorgt und anschließend in enger Abstimmung mit der Feuerwehr Dortmund sicher geborgen. Am Ende des Tages konnte die Übung erfolgreich abgeschlossen werden – alle sechs Jugendlichen waren gefunden und “gerettet”.
Diese gemeinsame Einsatzübung unterstrich eindrücklich die Bedeutung einer gut koordinierten Zusammenarbeit zwischen Rettungshundestaffel und Feuerwehr. Sie bot wertvolle Erkenntnisse für den Ernstfall und zeigte, dass die ehrenamtlichen Kräfte beider Organisationen bestens aufeinander eingespielt sind, um in Notsituationen schnell und effektiv Hilfe leisten zu können.
Wir bedanken uns herzlich bei der Feuerwehr Dortmund und dem freiwilligen Löschzug Dortmund-Asseln für die ausgezeichnete Kooperation und die professionelle Durchführung der Übung.
Gemeinsam mit der Rettungshundestaffel Rheinland und der Feuerwehr Moers haben wir Anfang März bei bestem Wetter ein spannendes Trümmer-Training durchführen können, das unsere Hunde und uns auf weitere realistische Einsatzszenarien vorbereitet hat.

Die repräsentative Kulisse für dieses Training war eine aktive Baustelle, auf der mehrstöckige Gebäude abgerissen wurden, wodurch Trümmerhaufen entstanden sind, die wir nutzen konnten. Zudem standen uns die noch nicht abgerissenen leeren Gebäude zur Verfügung, um darin Suchen vorzunehmen und unsere Hunde auf die Probe zu stellen.
Ein besonderes Highlight dieses Trainings war die Drehleiter der Feuerwehr, die unsere Teams auf die Balkone eines der Häuser befördern konnte. Gemeinsam mit unseren treuen Begleitern betraten wir den Rettungskorb dieser Drehleiter und wurden einsatzgetreu in die Höhe gehoben. Die Höhe, die Aussicht von oben und vorallem die ungewohnte Bewegung waren für unsere Hunde und uns gleichermaßen eine Herausforderung, doch gemeinsam und mit Ruhe sowie kompetenter Anleitung meisterten wir auch diese Situationen. Diese für uns neue Aktion war für alle eine sehr bedeutsame Erfahrung, die uns half, nicht nur unsere Reaktionen in ungewohnten Umgebungen zu beobachten, sondern auch unsere Zusammenarbeit mit den Hunden zu stärken. Das Vertrauen zwischen Mensch und Tier, das wir im Laufe der Zeit aufgebaut haben und stets weiter festigen, erwies sich als fundamentaler Bestandteil unseres Erfolgs in dieser Situation.

Darüber hinaus bot sich uns die Möglichkeit, die vorhandenen Trümmer eines abgerissenen Hauses zu nutzen, eine realitätsnahe Umgebung, um unsere Begehfähigkeiten zu trainieren. Die Suche in Trümmern stellt immer wieder eine Herausforderung dar, die in solch einer kontrollierten Umgebung gut zu üben ist. Ob nun für Teams, die am Beginn ihrer gemeinsamen Ausbildung stehen und sich mit diesen Gegenheiten vertraut machen oder für “alte Hasen”, die so mental und körperlich nicht nur einsatzfähig bleiben, sondern an Mut und Umsicht dazugewinnen.
Besonders hervorzuheben ist die kollegiale Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Instanzen. Die enge Kooperation und hervorragende Koordination zwischen der Rettungshundestaffel Rheinland, der Feuerwehr Moers und der Rettungshundestaffel Ruhrgebiet hat gezeigt, wie effektiv wir arbeiten können, wenn wir gemeinsam unsere Kräfte bündeln und zusammenarbeiten.
Insgesamt war dieses Training eine äußerst wertvolle Erfahrung für uns alle. Es hat nicht nur unsere praktischen Fähigkeiten bei Trümmersuchen verbessert und uns die Möglichkeit geboten zusammen mit unseren Hunden weitere Bilder gemeinsam zu erfahren, sondern auch den Zusammenhalt und die Kooperation zwischen allen Beteiligten gestärkt. Wir sind sehr dankbar für eine solche Gelegenheit, mit unseren Kollegen zusammenzuarbeiten und fühlen uns nun noch besser auf zukünftige Einsätze vorbereitet.

Danke an alle, die diesen Tag ermöglicht und mitgestaltet haben!
Wir sind stolz darauf, euch von unserer eigens ausgerichteten Flächenprüfung am 04.&05. November 2023 berichten zu können. An diesen beiden aufregenden Tagen wurden nicht nur unsere eigenen Hunde geprüft, sondern auch Hunde aus den Staffeln Rheinland, Märkischer Kreis und Titz. Unsere Staffelleitung hat die Prüfung organisiert, erfahrene Prüfer eingeladen und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt.

Die Flächenprüfung fand unter anspruchsvollen Bedingungen statt, und das Wetter spielte uns nicht immer in die Karten. Aber gerade in diesen herausfordernden Momenten zeigte sich das Durchhaltevermögen der Menschen und Hunde. Wir haben zusammengearbeitet, uns gegenseitig unterstützt und die Prüfung zu einem Erfolg gemacht. Diese Erfahrung hat nicht nur unsere eigenen Fähigkeiten und die unserer Hunde gestärkt, sondern auch die Zusammenarbeit mit den anderen Staffeln gefördert.
Die Flächenprüfung, die nach den Vorgaben des Bundesverband zertifizierter Rettungshundestaffeln (BZRH) durchgeführt wurde, war keine leichte Aufgabe. Aber am Ende haben alle Beteiligten gezeigt, dass sie bereit sind, in Notfällen Leben zu retten. Drei unserer Hundeführerinnen, Nicole mit Kukki, Laura mit Chica und Stefanie mit Maya, haben die Prüfung erfolgreich bestanden und sich somit für den Einsatz entweder erneut oder sogar zum ersten mal qualifiziert.
Mit diesen neuen Rettungshundeteams sind wir nun besser gerüstet denn je, um Menschen in Notsituationen zur Seite zu stehen. Wir sind fest entschlossen, weiter hart zu arbeiten und unsere Mission, Leben zu retten und Menschen in ihrer größten Not beizustehen, mit noch mehr Energie fortzusetzen.
Unser herzlicher Dank gilt allen Hundeführern, Hunden und Unterstützern, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.
Wir waren beim Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG), wo wir nicht nur unsere Erste-Hilfe-Kenntnisse aufgefrischt, sondern auch einen Blick hinter die Kulissen einer Ersthelfer-Ausbildung geworfen haben.

Für einige unserer neuesten Mitglieder in der Staffel war es tatsächlich eine völlig neue Erfahrung, während die langjährigen Mitglieder diese Ersthelfer-Ausbildung natürlich schon häufig (alle zwei Jahre) durchlaufen haben. Trotzdem war es erstaunlich zu sehen, wie selbst bei den erfahrensten Mitgliedern immer noch etwas Neues zu lernen war.
Wir haben nicht nur Verbände angelegt und CPR geübt, sondern auch gelernt, wie man in Notfallsituationen Ruhe bewahrt und effektiv handelt. Von der richtigen Anwendung eines Defibrillators bis hin zu lebensrettenden Maßnahmen – die Ausbildung hat uns mit dem nötigen Rüstzeug ausgestattet, um im Ernstfall angemessen reagieren zu können.
Wir sind jetzt gut darauf vorbereitet, bei einer vermissten Person Erste Hilfe zu leisten, bis die medizinischen Rettungskräfte eintreffen. Unsere Fähigkeiten und unser Wissen werden es uns ermöglichen, in kritischen Situationen schnell und effektiv zu handeln.

Der Tag war nicht nur lehrreich, sondern auch erstaunlich unterhaltsam. Wir haben nicht nur lebensrettende Techniken erlernt, sondern auch jede Menge Spaß gehabt – und das, ohne die Ernsthaftigkeit der Situation zu vernachlässigen.
Die Gemeinschaft und der Zusammenhalt in unserer Rettungshundestaffel wurden gestärkt, während wir uns neuen Denkanstößen hingaben. Wir sind nun nicht nur bereit für jede Herausforderung bei der Suche nach vermissten Personen, sondern auch kompetente Ersthelfer in jeder Situation.
Ein großes Dankeschön an das Team des DLRG für diese lehrreiche und gleichzeitig vergnügliche Erfahrung!
