
Ein extrem anspruchsvolles Suchgebiet, unfreiwillige Wasserbäder und am Ende eine phänomenale Bilanz: An unserem Prüfungswochenende bei der Rettungshundestaffel Holstein Mitte haben wir alle angetretenen Prüfungen erfolgreich gemeistert!
Zwei intensive Tage im hohen Norden liegen hinter uns. Die Rettungshundestaffel Holstein Mitte hatte in die Nähe von Rendsburg geladen, um ein umfassendes Prüfungswochenende auszurichten. Das Pensum für die Prüfer und Helfer war beachtlich: Insgesamt standen an diesem Wochenende acht Rettungshundeeignungstests (RET) und vierzehn Flächenprüfungen auf dem Programm. Für unsere Staffel war es ein Wochenende voller Anspannung, enormer Anstrengung, aber letztlich auch voller großartiger Erfolge.

Geschenkt wurde den Teilnehmern an diesen beiden Tagen absolut nichts. Das zugewiesene Prüfungsgebiet erwies sich als eine echte Herausforderung und verlangte Mensch und Tier alles ab. Das weitläufige Terrain war stark durchzogen von Seen und Wasserläufen – was unweigerlich dazu führte, dass einige von uns bei der Arbeit unfreiwillig Bekanntschaft mit dem kühlen Nass machten. Hinzu kamen steile Wälle, unebene Hügellandschaften und ein stark wechselnder Bewuchs, der von dichten, undurchdringlichen Abschnitten bis hin zu offenen Flächen reichte.
Diese widrigen Bedingungen machten nicht nur das physische Vorankommen beschwerlich, sondern erschwerten auch die Orientierung im Gelände enorm. Doch gerade hier zeigte sich die hohe Qualität der Ausbildung: Unsere Teams, und allen voran unsere Hunde, ließen sich nicht beirren. Sie arbeiteten hochkonzentriert, ausdauernd und fokussiert ihre Suchgebiete ab und bewältigten jede noch so schwierige Geländestruktur.

Unsere Bilanz: 100 Prozent Bestanden

Die Ergebnisse am Ende des Wochenendes sprechen für sich und machen uns unfassbar stolz. Mit unseren reinen Staffel-Teams konnten wir zwei RET und fünf Flächenprüfungen erfolgreich absolvieren. Eine ganz besondere Erwähnung verdienen dabei zwei unserer Hundeführer, die an diesem Wochenende ihre Erstprüfung abgelegt haben. Der Druck und die Nervosität vor der ersten offiziellen Überprüfung sind naturgemäß besonders hoch, doch beide haben diese Hürde mit Bravour genommen – eine fantastische Leistung, zu der wir herzlich gratulieren.
Darüber hinaus stand auch die staffelübergreifende Zusammenarbeit im Fokus. In zwei weiteren Flächenprüfungen traten wir als gemixte Teams an. Hierbei stellten sich unsere Mitglieder als Suchtrupphelfer zur Verfügung, um die Hundeführer aus anderen Staffeln tatkräftig, ruhig und verlässlich bei ihrer Suche zu unterstützen. Am Ende des Tages konnten wir als Staffel das denkbar beste Ergebnis verbuchen: Niemand ist durchgefallen, alle angetretenen Teams haben bestanden.

Bei all der Ernsthaftigkeit, die eine solche offizielle Leistungsüberprüfung mit sich bringt, und der unvermeidlichen Nervosität im Vorfeld, kam auch die Freude an unserer gemeinsamen Arbeit nie zu kurz. Das Wochenende bot eine wunderbare Gelegenheit für den fachlichen und kameradschaftlichen Austausch mit den anderen anwesenden Staffeln. Wir haben die gemeinsame Zeit, die vielen Gespräche am Rande des Geschehens und das Miteinander unter Gleichgesinnten sehr genossen.
Ein riesiges und herzliches Dankeschön geht an die Rettungshundestaffel Holstein Mitte. Die Ausrichtung eines solchen Prüfungswochenendes erfordert enormen Einsatz im Hintergrund, und die Organisation in diesem überaus anspruchsvollen Gebiet war schlichtweg hervorragend. Wir haben die Heimreise nass und körperlich erschöpft angetreten – aber eben auch überglücklich und erfüllt von tiefem Stolz auf unsere Hunde und unsere starke Gemeinschaft.
